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Queer meets Crime in Dortmund: Krimis, Männerliebe und neue Perspektiven am 29. Oktober

KI-generierte Noir-Szene mit zwei fiktiven Männern und einem offenen Kriminalroman in einer pink beleuchteten Bibliothek

Ein verschwundener junger Mann, gefährliche Geheimnisse und die Frage, wer im Krimi eigentlich sichtbar wird: Dortmund bekommt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, einen Literaturabend, der Spannung mit queeren Perspektiven verbindet. Bei „Queer meets Crime“ treffen sich Autor:innen und eine Verlegerin im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek. Du erfährst, wie sich queere Figuren im deutschsprachigen Krimigenre entwickelt haben, warum Repräsentation mehr als eine Nebenrolle ist und welche Bücher dabei neue Wege gehen.

Bildhinweis: KI-generierte Symbolillustration von GayCrew. Keine Aufnahme der Veranstaltung oder der auftretenden Personen.

Queer meets Crime Dortmund: Wann und wo findet der Abend statt?

Donnerstag, 29. Oktober 2026, 19:30 Uhr: Dann beginnt „Queer meets Crime“ im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Max-von-der-Grün-Platz 1–3, 44137 Dortmund. Die offizielle Ticketseite nennt 18:45 Uhr als Einlass. So kannst Du Deine Anreise planen, ohne kurz vor Beginn vor der Tür zu stehen.

Die Veranstaltung gehört zum Krimifestival Mord am Hellweg. Der Festivalveranstalter und die Stadt Dortmund führen dieselben Kernangaben zu Termin, Ort und Beteiligten auf. Das ist gerade bei kurzfristigen Veranstaltungstipps wichtig: Ein schönes Thema allein reicht nicht, wenn die praktischen Angaben nicht stimmen. Eine Endzeit wird in den geprüften Ankündigungen nicht verbindlich genannt.

Worum geht es bei „Queer meets Crime“?

Krimis leben von Fragen: Wer sagt die Wahrheit? Wer verschweigt etwas? Und wessen Geschichte wird überhaupt erzählt? Bei „Queer meets Crime“ kommt eine weitere hinzu: Wie verändern queere Figuren und Erfahrungen das Genre? Die Veranstalter kündigen ein Gespräch über Sichtbarkeit, Resonanz und Zugangsmöglichkeiten an. Es soll nicht nur diskutiert, sondern auch gelesen werden.

Queere Perspektiven waren im deutschsprachigen Krimi lange weniger selbstverständlich als heterosexuelle Liebesgeschichten und traditionelle Ermittlerfiguren. Wenn sie auftauchten, wurden sie nicht immer aus der Sicht queerer Menschen erzählt. Heute können Autor:innen andere Schwerpunkte setzen: Figuren dürfen komplex sein, ohne dass ihre Identität automatisch das ganze Rätsel erklärt. Genau diese Entwicklung bildet den Ausgangspunkt der Veranstaltung.

Krimi, Identität und Spannung schließen sich nicht aus

Ein Thriller muss keine Aufklärungsbroschüre sein, um queere Lebensrealitäten ernst zu nehmen. Im besten Fall entsteht Spannung gerade dadurch, dass Figuren eigene Beziehungen, Wünsche und Widersprüche mitbringen. Das macht den Literaturabend auch für Menschen interessant, die sonst wenig mit Podiumsgesprächen anfangen können: Hier geht es um Geschichten, Figuren und darum, warum wir beim Lesen mitfiebern.

Colin Hadler: „Firewatch“ verbindet Thriller und Männerliebe

Zu den Gästen gehört Colin Hadler, den das Festival als Autor im Bereich New Adult Suspense vorstellt. Sein Thriller „Firewatch“ verbindet einen geheimnisvollen Vermisstenfall mit einer Liebesgeschichte zwischen Männern. Im Mittelpunkt steht Aaron, der in einem kalifornischen Nationalpark als Firewatcher arbeitet und sich in den Schriftsteller Kian verliebt. Als Aaron verschwindet, beginnt sein bester Freund Robin einen riskanten Plan zu verfolgen.

Das Buch zeigt, weshalb queere Figuren im Spannungskontext mehr sein können als ein dekoratives Merkmal. Eine Liebesgeschichte schafft Nähe zu den Personen, während das Verschwinden neue Fragen aufwirft. Wie Hadler diese Ebenen miteinander verbindet, kannst Du am Donnerstag im Gespräch erleben. Die offizielle Festivalwebsite führt ihn als Gast auf; weitere Angaben zum Roman findest Du beim dtv Verlag.

Mathias Berg bringt „Die Kriminalistinnen“ mit

Mit Mathias Berg sitzt ein weiterer Autor auf dem Podium. Der Kölner ist durch seine Reihe „Die Kriminalistinnen“ bekannt. Die Bücher bilden einen anderen Zugang zum Genre als Hadlers New-Adult-Thriller. Gerade diese unterschiedlichen Erzählformen machen das Gespräch spannend: Queere Sichtbarkeit ist schließlich nicht an ein einziges Subgenre, ein bestimmtes Alter oder einen bestimmten Stil gebunden.

Wie Berg über Figuren, Ermittlung und gesellschaftliche Hintergründe denkt, ist Teil des angekündigten Austauschs. Konkrete Aussagen, die er erst auf der Bühne machen wird, können wir natürlich nicht vorwegnehmen. Wer sich für seine Bücher interessiert, findet Informationen beim Emons Verlag. Für Leser:innen, die gerne unterschiedliche Krimistile vergleichen, bietet die Besetzung jedenfalls einen guten Ausgangspunkt.

Else Laudan: Eine Verlegerin mit langer Krimi-Erfahrung

Else Laudan bringt die Perspektive des Verlagswesens in die Runde. Sie ist Verlegerin der Ariadne-Reihe im Argument-Verlag und wurde 2026 mit dem Ehren-Glauser-Preis ausgezeichnet. Diese Angaben bestätigt das offizielle Festivalprogramm. Ihr Blick ergänzt die Autor:innen: Welche Geschichten werden veröffentlicht? Wie verändert sich das Angebot? Und welche Rolle spielen Verlage dabei, bisher wenig beachtete Stimmen sichtbarer zu machen?

Die Antworten darauf dürften über einzelne Bücher hinausreichen. Denn Leser:innen entdecken neue Perspektiven nur, wenn diese auch geschrieben, verlegt, besprochen und in Buchhandlungen angeboten werden. Für ein Magazin wie GayCrew ist genau dieser kulturelle Zusammenhang interessant. Queere Repräsentation endet nicht an der Clubtür; sie gehört ebenso in Bibliotheken, Literaturprogramme und Bücherregale.

Moderation und Partner aus der Dortmunder Community

Moderiert wird der Abend nach aktuellem Festivalprogramm von Simoné Goldschmidt-Lechner, Schriftsteller:in und Übersetzer:in. Auch die Stadt Dortmund nennt diesen Namen. Einzelne ältere Veranstaltungsübersichten führen noch eine andere Moderation; maßgeblich sind deshalb die aktualisierten Angaben des Festivals und der Stadt.

Das Format entsteht in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für LSBTIQ* Dortmund, dem KCR Dortmund, SLADO e. V. und dem Queeren Netzwerk NRW. Das verankert den Abend unmittelbar in der regionalen Community. Es ist eben kein beliebiger internationaler Buchtipp, sondern eine konkrete Kulturveranstaltung vor unserer Haustür.

Tickets für Queer meets Crime: Preise und Anreise

Die Stadt Dortmund nennt einen regulären Vorverkaufspreis von 21,90 Euro und 26 Euro an der Abendkasse. Ermäßigt werden im Vorverkauf 19,90 Euro, an der Abendkasse 23 Euro angegeben. Laut Ticketanbieter kommt eine Servicegebühr von 2,5 Prozent pro Bestellung hinzu. Prüfe den endgültigen Gesamtbetrag deshalb direkt vor dem Kauf.

Das Studio B liegt zentral am Max-von-der-Grün-Platz. Die offizielle Festivalseite bezeichnet den Veranstaltungsort als barrierefrei. Wenn Du konkrete Fragen zum Zugang oder zur Sitzplatzsituation hast, lohnt sich trotzdem die direkte Nachfrage beim Veranstalter. Einlass ist um 18:45 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr – ein bisschen Zeit für den Weg durch das Gebäude ist also eingeplant.

Freitag geht es mit „Firewatch“ in Dortmund weiter

Wenn Du nach dem Podiumsgespräch noch mehr von Colin Hadler hören möchtest, gibt es direkt am nächsten Abend eine weitere Gelegenheit. Am Freitag, 30. Oktober 2026, um 19:30 Uhr präsentiert er sein „Firewatch“-Lesekabarett im Kommunikations Centrum Ruhr (KCR), Braunschweiger Straße 22, Dortmund. Laut Stadt Dortmund verbindet er dabei Thriller-Lesung und Comedy mit Einblicken in seinen Schreiballtag.

Für den zweiten Abend nennt die Stadt 14,90 Euro im Vorverkauf beziehungsweise 18 Euro an der Abendkasse, mit ermäßigten Preisen. Das ist eine eigenständige Veranstaltung mit separatem Ticket. Wer beide Termine besuchen möchte, sollte die Buchung daher jeweils einzeln prüfen. Wir konzentrieren unseren Kalendereintrag auf den Haupttermin am 29. Oktober und weisen auf den Folgeabend hier im Text hin.

Unser Fazit: „Queer meets Crime“ verbindet Literatur, schwule und queere Lebensrealitäten und lokale Kultur auf eine Weise, die gut zu Dortmund passt. Du musst kein eingefleischter Krimifan sein, um etwas mitzunehmen. Vielleicht entdeckst Du ein neues Buch – oder eine andere Sicht darauf, welche Menschen in spannenden Geschichten im Mittelpunkt stehen. Weitere Termine findest Du in unserer GayCrew-Eventübersicht und aktuelle Meldungen in den GayCrew-News.

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